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	<description>Politik im Netz. Politik mit dem Netz. Politik übers Netz.</description>
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		<title>Schuldenkrise und Open Data</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 18:15:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Michael Schenkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik mit dem Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[OffenerHaushalt.de]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data]]></category>
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		<category><![CDATA[Schuldenkrise]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Im Zeichen der Schuldenkrise sind in Italien und in Griechenland demokratisch legitimierte Regierungen durch Technokraten ersetzt worden. Die deutsche Bundeskanzlerin und der französische Präsident denken laut über eine europäische Fiskal- und Stabilitätsunion nach, ohne das Volk befragen zu wollen. Die demokratische Mitbestimmung als Mittel zur Bewältigung der Schuldenkrise scheint bei der europäischen Elite keine Option [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Zeichen der Schuldenkrise sind in Italien und in Griechenland demokratisch legitimierte Regierungen durch Technokraten ersetzt worden. Die deutsche Bundeskanzlerin und der französische Präsident denken laut über eine europäische Fiskal- und Stabilitätsunion nach, ohne das Volk befragen zu wollen. Die demokratische Mitbestimmung als Mittel zur Bewältigung der Schuldenkrise scheint bei der europäischen Elite keine Option zu sein. Hinter dem vom ehemaligen Ministerpräsidenten Griechenlands anfangs November 2011 angekündigten Referendum über das Sparpaket stand vermutlich mehr politisches Kalkül denn demokratische Gesinnung. Voraussetzung für eine gut funktionierende Demokratie hingegen ist, dass die Bürgerinnen und Bürger wissen, wer im Staat was zu wessen Nutzen tut. Hier könnte das Konzept «Open Government Data» mehr Transparenz schaffen.</strong></p>
<p>«Open Government Data» steht für offene Verwaltungsdaten. Es handelt sich dabei um die Datenbestände des öffentlichen Sektors, die im Interesse der Allgemeinheit von allen Bürgern frei genutzt und weiterverbreitet werden können. Mit «Open Government Data» sollen innovative Dienstleistungen im öffentlichen und privaten Sektor gefördert werden. Es soll aber auch mehr Transparenz hergestellt werden. Die effiziente Auswertung und grafische Darstellung öffentlich zugänglicher Verwaltungsdaten mittels Computer und die einfache Verbreitung der Resultate im Internet bieten dazu ganz neue Möglichkeiten. Tim Berners Lee hat in einem TED-Talk im Jahr 2009 aufzeigt, was mit «Open Government Data» alles möglich ist.</p>
<p><object width="526" height="374" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="wmode" value="transparent" /><param name="bgColor" value="#ffffff" /><param name="flashvars" value="vu=http://video.ted.com/talk/stream/2009/Blank/TimBernersLee_2009-320k.mp4&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/TimBerners-Lee-2009.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=512&amp;vh=288&amp;ap=0&amp;ti=484&amp;lang=de&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=tim_berners_lee_on_the_next_web;year=2009;theme=what_s_next_in_tech;event=TED2009;tag=Business;tag=Design;tag=Technology;tag=communication;tag=invention;tag=web;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" /><param name="src" value="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" /><param name="pluginspace" value="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed width="526" height="374" type="application/x-shockwave-flash" src="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" wmode="transparent" bgColor="#ffffff" flashvars="vu=http://video.ted.com/talk/stream/2009/Blank/TimBernersLee_2009-320k.mp4&amp;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/TimBerners-Lee-2009.embed_thumbnail.jpg&amp;vw=512&amp;vh=288&amp;ap=0&amp;ti=484&amp;lang=de&amp;introDuration=15330&amp;adDuration=4000&amp;postAdDuration=830&amp;adKeys=talk=tim_berners_lee_on_the_next_web;year=2009;theme=what_s_next_in_tech;event=TED2009;tag=Business;tag=Design;tag=Technology;tag=communication;tag=invention;tag=web;&amp;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" pluginspace="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" /></object></p>
<p>Der Erfinder des World Wide Web beendet seine Ausführungen mit den Worten: «We have only just started». In der Tat: Die Diskussion um und das Angebot an «Open Government Data» ist in den USA (<a href="http://www.data.gov/" target="_blank">www.data.gov</a>) sowie in einigen europäischen Ländern wie Grossbritannien (<a href="http://data.gov.uk/" target="_blank">www.data.gov.uk</a>), Deutschland (<a href="http://www.gov20.de" target="_blank">www.gov20.de</a>) und Frankreich (<a href="http://www.data.gouv.fr/" target="_blank">www.data.gouv.fr</a>) erst so richtig in Gang gekommen. In der Schweiz hat sich eine «Open Data Community» formiert (<a href="http://opendata.ch" target="_blank">www.opendata.ch</a>).</p>
<p>Was für eine Rolle könnte «Open Government Data» mit Blick auf die Schuldenkrise spielen? Zwei Beispiele illustrieren mögliche Ansätze.</p>
<h3>Beispiel 1: Parlament Explorer</h3>
<p><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/12/parlament-explorer.jpg"><img src="http://edemokratie.ch/files/2011/12/parlament-explorer-300x235.jpg" alt="Parlament Explorer" title="Parlament Explorer" width="300" height="235" class="alignleft size-medium wp-image-769" /></a>Der <a href="http://parlament.infocube.ch/" target="_blank">Parlament Explorer</a> ist eine Dienstleistung der Orell Füssli Wirtschaftsinformationen AG. Neben der Parteizugehörigkeit zeigt er auch die Kommissionszugehörigkeiten der Volksvertreterinnen und Volksvertreter im Schweizer Parlament. Diese Daten werden mit den im Handelsregister eingetragenen Mandaten der Parlamentarier verknüpft. Damit werden nicht nur parteipolitische, sondern auch wirtschaftliche Interessenbindungen sichtbar. Es wird für den Bürger also einfacher zu erkennen, wer im Parlament was zu wessen Nutzen tut.</p>
<h3>Beispiel 2: OffenerHaushalt.de</h3>
<p><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/12/offenerhaushalt.jpg"><img src="http://edemokratie.ch/files/2011/12/offenerhaushalt-300x211.jpg" alt="Offenerhaushalt.de" title="Offenerhaushalt.de" width="300" height="211" class="alignleft size-medium wp-image-771" /></a><a href="http://bund.offenerhaushalt.de/" target="_blank">OffenerHaushalt.de</a> wird von interessierten Bürgern in Deutschland betrieben. Das Webportal visualisiert den Bundeshaushalt Deutschlands. Die verwendeten Daten entstammen der Website des Bundesministeriums der Finanzen. Gemäss eigenen Angaben möchte das Webportal: «mehr Transparenz darüber schaffen, wie der Staat die Mittel seiner Bürger einsetzt.»</p>
<p>Weitere Beispiele von «Open Government Data»-Projekten finden sich auf <a href="http://www.opendata-showroom.org" target="_blank">www.opendata-showroom.org</a>.</p>
<h3>Bildquellen</h3>
<ul>
<li><a href="http://parlament.infocube.ch/" target="_blank">www.parlament.infocube.ch</a></li>
<li><a href="http://bund.offenerhaushalt.de/" target="_blank">www.bund.offenerhaushalt.de</a></li>
</ul>
<h3>Weiterführend</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.tageswoche.ch/de/2012_04/schweiz/329094/Offene-Daten-bringen-Transparenz-und-Innovation.htm" target="_blank">Offene Daten bringen Transparenz und Innovation</a> TagesWoche vom 27.01.2012</li>
<li><a href="http://www.netzwoche.ch/de-CH/News/2011/12/13/Ihre-Daten-sind-viel-mehr-wert-wenn-Sie-sie-weggeben.aspx" target="_blank">Open-Data-Strategie der EU</a> netzwoche vom 13.12.2011</li>
</ul>
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<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: right; margin-left: 10px;"><g:plusone size="medium" count="1" href="http://edemokratie.ch/schuldenkrise-open-data/">{lang: 'de'}</g:plusone></div>]]></content:encoded>
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		<title>Masse und Social Media</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 19:03:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Michael Schenkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik mit dem Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Elias Canetti]]></category>
		<category><![CDATA[Gratiskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Manuel Castell]]></category>
		<category><![CDATA[Masse]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Kruse]]></category>
		<category><![CDATA[Shitstorm]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/11/masse-und-macht-canetti.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-748" title="Elias Canetti: Masse und Macht" src="http://edemokratie.ch/files/2011/11/masse-und-macht-canetti.jpg" alt="Elias Canetti: Masse und Macht" width="144" height="229" /></a>Der Erfolg von Social Media hängt unter anderem damit zusammen, dass sie der anonymen Masse im Internet ein Gesicht verliehen haben. Indem die Nutzer von Social Media selber publizieren, zeigen sie Profil. Nicht von ungefähr spricht der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/11/masse-und-macht-canetti.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-748" title="Elias Canetti: Masse und Macht" src="http://edemokratie.ch/files/2011/11/masse-und-macht-canetti.jpg" alt="Elias Canetti: Masse und Macht" width="144" height="229" /></a><strong>Der Erfolg von Social Media hängt unter anderem damit zusammen, dass sie der anonymen Masse im Internet ein Gesicht verliehen haben. Indem die Nutzer von Social Media selber publizieren, zeigen sie Profil. Nicht von ungefähr spricht der Soziologe und Medientheoretiker </strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Manuel_Castells" target="_blank"><strong>Manuel Castells</strong></a><strong> mit Blick auf das Web 2.0 von der sogenannten Massenselbstkommunikation. Der Ausdruck ist gewollt mehrdeutig: Das Internet ist ein Medium für die Massenkommunikation und gleichzeitig ein Medium für die Selbstkommunikation. Über Motive, über Freuden und Leiden der Selbstdarstellung im Internet ist seit dem Aufkommen von Social Media viel geschrieben worden. Doch was passiert eigentlich, wenn sich die Nutzer mit Social Media zu einer Masse vernetzen und als Masse in Bewegung geraten? Diese Frage hat mich dazu bewogen, das Buch «Masse und Macht» des Literatur-Nobelpreisträgers </strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elias_Canetti" target="_blank"><strong>Elias Canetti</strong></a><strong> zu lesen und nach Antworten zu suchen. Hier ein erstes Résumé.</strong></p>
<p>Canetti unterscheidet in seinem Buch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Masse_und_Macht" target="_blank">«Masse und Macht»</a> fünft Arten von Massen, die nach meinem Dafürhalten in Social Media durchaus ihre Entsprechung finden.</p>
<h3>Die Hetzmasse</h3>
<p>«Die Hetzmasse», schrieb Canetti in seinem 1960 erschienenen Werk, «bildet sich im Hinblick auf ein rasch erreichbares Ziel. Es ist ihr bekannt und genau bezeichnet, es ist auch nah.» Der Einzelne beteiligt sich an der Hetzmasse, weil es für ihn ein gefahrloses Unterfangen ist. Denn die Überlegenheit der Hetzmasse ist enorm. Und das Schicksal des Opfers einer Hetzmasse ist bestimmt: «Es ist […] für seinen Untergang freigegeben worden.» Der Untergang besteht entweder im Verstoss aus der Gemeinschaft oder im «Zusammen-Töten». Letzteres schildert Canetti am Beispiel der öffentlichen Steinigung, Verbrennung, Kreuzigung und Enthauptung. Mit Blick auf seine Zeit erklärt er: «Auch heute nimmt jeder an öffentlichen Hinrichtungen teil, durch die Zeitung.»</p>
<p>Hetzmassen finden wir auch auf Social Media. Wenn ein Konzern oder eine öffentliche Person bei den Nutzern in Ungnaden fällt, dann steinigen sie das Opfer auf der Pinnwand von Facebook oder fackeln es auf Twitter in 140 Zeichen ab. Die Wahrheit stirbt zuerst. Sie interessiert in diesem Moment niemanden. Ein sachlicher und konstruktiver Dialog ist nicht länger möglich. «Der abgeschnittene Kopf», so Canetti, «ist eine Drohung.» Die Hetzmasse auf Social Media kreuzigt alle, die sich ihr in den Weg stellen. Inzwischen haben wir für dieses Phänomen auch schon ein neues Wort gefunden, nämlich <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Shitstorm" target="_blank">«Shitstorm»</a>.</p>
<h3>Die Fluchtmasse</h3>
<p>Die Fluchtmasse entspringt einer öffentlichen Drohung gegenüber einer bestimmten Gruppe. «Man flieht zusammen», so Canetti, «weil es sich so besser flieht.» Die drohende Gefahr, meint man, ist dann besser verteilt. In der Flucht kommen sich die Einzelnen näher, sie gleichen sich an. Die Fluchtmasse zeichnet sich nach Canetti durch ein Hochgefühl einer «gemeinsamen Bewegung» aus. Diese Bewegung löst sich auf, sobald das Ziel, Sicherheit, erreicht ist. Der Literatur-Nobelpreisträger illustriert das Phänomen der Massenflucht am Beispiel der Grand Armée Napoleons bei ihrem Rückzug aus Russland oder beim Einmarsch der Deutschen in Paris während des Zweiten Weltkriegs.</p>
<p>Drohungen und Massenflucht haben im 21. Jahrhundert neue Formen angenommen. Zwar gibt es immer noch Massen, die aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen an einen sicheren Ort fliehen. Doch beobachten wir immer mehr «bedrohte» Gruppen, die an Ort und Stelle bleiben und gleichzeitig ins Internet fliehen. Der arabische Frühling und die globale Occupy-Bewegung sind nur zwei prominente Beispiele dafür. Das Internet und allen voran Social Media werden so zu einem Fluchtpunkt, zu einer alternativen Öffentlichkeit, zu einem (vermeintlich?) sicheren Ort.</p>
<h3>Die Verbotsmasse</h3>
<p>Die Verbotsmasse bildet sich nach Canetti, wenn «viele zusammen nicht mehr tun wollen, was sie bis dahin als einzelne getan haben». Dazu legen sie sich als Masse ein Verbot auf. Die an einem Strike teilnehmenden Arbeiter bilden nach Canetti eine typische Verbotsmasse. Sie definiert sich darüber, was sie in diesem Moment eben nicht mehr tut. Mit diesem Zeichen setzt sich die Verbotsmasse – aus ihrer Sicht – für mehr Gerechtigkeit ein.</p>
<p>Im Internet könnte man als Verbotsmasse all die bezeichnen, die sich über das Urheberrecht hinwegsetzen. Ob Musik, Filme oder Bücher: Es wird alles kopiert und heruntergeladen, was digital verfügbar ist. Auf Social Media werden Inhalte aus dem Internet frei verwendet, geteilt und weitergegeben. Dabei wird geflissentlich übersehen, dass sich bereits strafbar macht, wer eine Comicfigur als Profilbild verwendet. Die Verbotsmasse hat bereits ihre eigene Kultur, nämlich die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gratiskultur" target="_blank">Gratiskultur</a>.</p>
<h3>Die Umkehrmasse</h3>
<p>«Revolutionen», so Canetti, «sind die eigentlichen Zeiten der Umkehrung.» Die Umkehrung setzt hierarchische Strukturen voraus. In ihnen hinterlässt jeder Befehl von oben einen Stachel bei den Untergebenen. «Menschen, denen viel befohlen wird und die von solchen Stacheln ganz erfüllt sind», erklärt Canetti, «verspüren einen starken Drang, sich ihrer zu entledigen.» Wenn sich viele solcher Menschen mit den gleichen Absichten zusammentun, dann kommt es zu einer revolutionären Umkehrmasse. Die Hetzmasse ist eng verwandt mit der Umkehrmasse. Während Erstere jedoch ein kurzfristiges, konkretes Ziel verfolgt, zeichnet sich Letztere durch einen längerfristigen Prozess aus, der die ganze Gesellschaft erfassen und umkrempeln kann.</p>
<p>Social Media sind das Medium für Umkehrmassen. Mit ihnen werden langsam das Fundament der hierarchischen Strukturen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft untergraben. Schauen wir zu, was der deutsche Psychologe und Unternehmensberater Peter Kruse dazu sagt:</p>
<p><span class="youtube">
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</span><p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=KtU9-tU0z0M">www.youtube.com/watch?v=KtU9-tU0z0M</a></p></p>
<p>Die Umkehrmasse ist nicht einfach dingfest zu machen. Sie umfasst alle Nutzer von Social Media, die sich unabhängig hierarchischer Strukturen beruflich und privat vernetzen und austauschen.</p>
<h3>Die Festmasse</h3>
<p>Die Festmasse beschreibt Canetti wie folgt: «Nichts und niemand droht, nichts treibt in die Flucht, Leben und Genuss während des Festes sind gesichert. Viele Verbote und Trennungen sind aufgehoben, ganz ungewohnte Annäherungen werden erlaubt und begünstigt […] Es gibt kein Ziel, das für alle dasselbe ist und das alle zusammen zu erlagen hätten. Das Fest ist das Ziel …» Man könnte meinen, Mark Zuckerberg habe Canetti gelesen, bevor er Facebook erfunden hat.</p>
<h3>Weiterführend</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,808082,00.html" target="_blank">Wirgefühl im WWW: Flitzpiepe, wir müssen gar nichts!</a>Sascha Lobo auf Spiegel Online vom 10.01.2012</li>
<li><a href="http://bernetblog.ch/2011/10/31/im-auge-des-shitstorm-das-reaktions-diagramm/" target="_blank">Im Auge des Shitstorm: Das Reaktions-Diagramm</a> bernetblog.ch vom 31.10.2011</li>
<li><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/digital/john_wiley_dummies_piraterie_klage_bittorrent_1.13181656.html" target="_blank">Downloads für Dummies</a> NZZ online vom 01.11.2011</li>
<li><a target="_blank">Social Media: Das Recht hinkt hinterher</a> UZH News vom 07.09.2011</li>
<li><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/der-griechische-weg-demokratie-ist-ramsch-11514358.html" target="_blank">Der griechische Weg: Demokratie ist Ramsch</a> faz.net vom 01.11.2011</li>
</ul>
<h3>Bildquelle</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.fischerverlage.de/buch/masse_und_macht/9783596265442" target="_blank"><em>Fischer Verlag</em></a></li>
</ul>
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		<title>Online-Wahlhilfen</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 13:52:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Michael Schenkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik mit dem Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl-Hilfen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen 2011]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/01/parteienlandschaft-schweiz.jpg"></a><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/01/parteienlandschaft-schweiz.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-313" title="Parteienlandschaft Schweiz" src="http://edemokratie.ch/files/2011/01/parteienlandschaft-schweiz-150x150.jpg" alt="Parteienlandschaft Schweiz" width="150" height="150" /></a>Am nächsten Wochenende finden die Eidgenössische Wahlen 2011 statt. Für alle, die ihre Meinung noch nicht gemacht haben, hat eDemokratie.ch nochmals einige Online-Wahlhilfen zusammengestellt – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Es handelt sich lediglich um Orientierungshilfen. Gesunden Menschenverstand und emotionale Bindungen als Grund [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/01/parteienlandschaft-schweiz.jpg"></a><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/01/parteienlandschaft-schweiz.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-313" title="Parteienlandschaft Schweiz" src="http://edemokratie.ch/files/2011/01/parteienlandschaft-schweiz-150x150.jpg" alt="Parteienlandschaft Schweiz" width="150" height="150" /></a><strong>Am nächsten Wochenende finden die Eidgenössische Wahlen 2011 statt. Für alle, die ihre Meinung noch nicht gemacht haben, hat eDemokratie.ch nochmals einige Online-Wahlhilfen zusammengestellt – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Es handelt sich lediglich um Orientierungshilfen. Gesunden Menschenverstand und emotionale Bindungen als Grund und Motiv für den richtigen Entscheid können sie nicht ersetzen. Jede Stimme zählt …</strong></p>
<h3>Aktuelles Parlament:</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.parlament.ch/d/organe-mitglieder/nationalrat/mitglieder-nr-a-z/Seiten/default.aspx" target="_blank">Mitglieder Nationalrat von A-Z</a> (www.parlament.ch)</li>
<li><a href="http://www.parlament.ch/d/organe-mitglieder/staenderat/miglieder-sr-a-z/Seiten/default.aspx" target="_blank">Mitglieder Ständerat von A-Z</a> (www.parlament.ch)</li>
<li><a href="http://parlament.infocube.ch/" target="_blank">Mandate und Interessen-Verbindungen</a> (Orell Füssli Wirtschaftsinformationen)</li>
<li><a href="http://www.parlarating.ch/" target="_blank">Politische Gesinnung der Mitglieder des Nationalrats</a> (www.parlarating.ch)</li>
</ul>
<h3>Meinungsbildung:</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.parlamentswahlen-2011.ch/" target="_blank">www.parlamentswahlen-2011.ch</a></li>
<li><a href="http://www.ch.ch/abstimmungen_und_wahlen/02186/index.html?lang=de" target="_blank">www.ch.ch/wahlen</a></li>
<li><a href="http://votum.blog.nzz.ch/" target="_blank">NZZVotum</a></li>
<li><a href="http://www.politnetz.ch/" target="_blank">www.politnetz.ch</a></li>
<li><a href="http://www.polithink.ch/" target="_blank">www.polithink.ch</a></li>
<li><a href="http://www.vimentis.ch/" target="_blank">www.vimentis.ch</a></li>
<li><a href="http://www.wahlkampfblog.ch/" target="_blank">www.wahlkampfblog.ch</a></li>
<li><a href="http://www.zoonpoliticon.ch/" target="_blank">www.zoonpoliticon.ch</a></li>
</ul>
<h3>Entscheidungshilfen:</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.smartvote.ch/" target="_blank">www.smartvote.ch</a></li>
<li><a href="http://www.vimentis.ch/wahlen/" target="_blank">Vimentis – Einfach wählen</a></li>
</ul>
<h3>Wählen:</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.parlamentswahlen-2011.ch/wie.html" target="_blank">Wie wähle ich richtig?</a> (www.parlamentswahlen-2011.ch)</li>
<li><a href="http://www.ich-will-waehlen.ch/" target="_blank">www.ich-will-waehlen.ch</a></li>
</ul>
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		<title>Occupy Wall Street</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Oct 2011 14:58:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Michael Schenkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik mit dem Netz]]></category>
		<category><![CDATA[General Assembly]]></category>
		<category><![CDATA[Occupy Wall Street]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/10/occupywallstreet.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-697" title="occupywallstreet" src="http://edemokratie.ch/files/2011/10/occupywallstreet-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bewegte und bewegende Zeiten. Auf den Arabischen Frühling in Nordafrika folgt der Kapitalistische Herbst in Nordamerika. Seit Mitte September demonstrieren in Lower Manhattan in New York City (USA) Bürgerinnen und Bürger gegen die Auswüchse des Kapitalismus. Die Bewegung mit dem Namen «Occupy Wall Street» prangert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/10/occupywallstreet.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-697" title="occupywallstreet" src="http://edemokratie.ch/files/2011/10/occupywallstreet-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bewegte und bewegende Zeiten. Auf den Arabischen Frühling in Nordafrika folgt der Kapitalistische Herbst in Nordamerika. Seit Mitte September demonstrieren in Lower Manhattan in New York City (USA) Bürgerinnen und Bürger gegen die Auswüchse des Kapitalismus. Die Bewegung mit dem Namen «Occupy Wall Street» prangert die soziale Ungleichheit in den Vereinigten Staaten an. Gemäss ihrem Selbstverständnis repräsentiert die Bewegung 99 Prozent der Bevölkerung, die nicht länger die Gier und Korruption von einem Prozent der Bevölkerung hinnehmen will. Spielen Social Media auch bei dieser Bürgerbewegung eine Rolle?</strong></p>
<p>Der wichtigste Ort für die Bewegung Occupy Wall Street ist in der analogen Welt! Es handelt sich dabei um den Zuccotti Park, ein Platz im Finanzdistrikt von Manhattan. Die Aktivisten haben den Platz seit dem 17. September 2011 besetzt, in «Liberty Plaza» umbenannt und eine eigene Infrastruktur aufgebaut. Unter <a href="http://www.livestream.com/globalrevolution" target="_blank">www.livestream.com/globalrevolution</a> kann über das Internet live mitverfolgt werden, was auf dem Platz passiert.</p>
<p>Am Ort des Geschehens findet täglich die sogenannte General Assembly statt. Sie ist ein offener, partizipativer und horizontal organisierter Meinungsbildungs-, Willensbildungs- und Abstimmungsprozess, mit dem sich die Bewegung organisiert und auch öffentlich legitimiert. Die General Assembly wird zwar auf Social Media dokumentiert, doch scheint die physische Präsenz in der analogen Welt auf die Motivation der Aktivisten eine grosse Wirkung zu haben (siehe Video).</p>
<p><span class="youtube">
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</span><p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=odFygPMwbIM">www.youtube.com/watch?v=odFygPMwbIM</a></p></p>
<p>Die <a href="http://www.facebook.com/OccupyWallSt" target="_blank">Facebook-Seite</a> von Occupy Wall Street hat über 140‘000 Fans und über 54&#8217;000 Sympathisanten folgen der Bewegung auf <a href="https://twitter.com/OccupyWallSt" target="_blank">Twitter</a>.</p>
<p>Occupy Wall Street besetzt einen symbolträchtigen Ort in der analogen Welt. Die Meinungs- und Willensbildung ist stark durch die physische Präsenz der Aktivisten geprägt. Dabei sind Social Media wichtige Begleitmedien, die die Emotionalität der Bewegung transportieren und den Dialograum erweitern. Das Beispiel illustriert aufschlussreich das Verhältnis zwischen analoger und digitaler Öffentlichkeit sowie deren je eigene Bedeutung.</p>
<h3>Nachtrag</h3>
<p>Folgender Hinweise von Christiane Schulzki-Haddouti im <a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2011/10/wir-sind-die-99-ist-occupy-wallstreet-eine-netzrevolution/" target="_blank">ZDF-Blog «Hyperland»</a> scheint mir im Zusammenhang mit der oben aufgeworfenen Frage wichtig: «Die Rolle des Netzes und der digitalen Medien im Fall der Proteste unterscheidet sich vom arabischen Frühling wie etwa in Ägypten: In den USA gilt es keine alternative Öffentlichkeit zu den von einer Staatszensur gegängelten Medien zu erstellen, sondern sich zu organisieren und zu mobilisieren.»</p>
<h3>Weiterführend</h3>
<ul>
<li><a href="http://youtu.be/gNLkEOPTb4E" target="_blank">DIGIsellschaft 21 -- Digitale Proteste</a> BlinkenTV</li>
<li><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/eine_neue_form_der_politischen_beteiligung_1.13244871.html" target="_blank">«Eine neue Form der politischen Beteiligung»</a> (NZZ online vom 8.11.2011)</li>
<li><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2011/10/wir-sind-die-99-ist-occupy-wallstreet-eine-netzrevolution/" target="_blank">“Wir sind die 99″: Ist Occupy Wallstreet eine Netzrevolution?</a> (ZDF-Blog Hyperland vom 12.10.2011)</li>
<li><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/ratlosigkeit_ueber_die_occupy-bewegung_1.12945851.html" target="_blank">Ratlosigkeit über die «Occupy»-Bewegung</a> (NZZ online vom 11.10.2011)</li>
<li><a href="http://mashable.com/2011/10/10/occupy-wall-street-livestream/" target="_blank">#OccupyWallStreet Protests Grow</a> (Mashable vom 11.10.2011)</li>
<li><a href="http://www.npr.org/blogs/money/2011/10/07/141158199/the-friday-podcast-what-is-occupy-wall-street" target="_blank">The Friday Podcast: What Is Occupy Wall Street?</a> (NPR vom 7.10.2011)</li>
<li><a href="http://nycga.cc/" target="_blank">NYC General Assembly</a></li>
<li><a href="http://occupywallst.org/" target="_blank">OccupyWallStreet</a></li>
</ul>
<h3>Bildquelle</h3>
<ul>
<li><a href="http://nycga.cc/" target="_blank">NYC General Assembly</a></li>
</ul>
<div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fedemokratie.ch%2Foccupy-wall-street%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:75px"></iframe></div>
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		<item>
		<title>Das Internet als Spiegel der politischen Kultur</title>
		<link>http://edemokratie.ch/internet-spiegel-der-politischen-kultur/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 19:25:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Michael Schenkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik mit dem Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestag]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Petition]]></category>
		<category><![CDATA[Politische Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/09/epetition-bundestag.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-679" title="E-Petitionen Bundestag" src="http://edemokratie.ch/files/2011/09/epetition-bundestag-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Obwohl das Internet ein globales Medium ist, widerspiegelt seine Nutzung lokale Gesellschaftsstrukturen und politische Gepflogenheiten. Es ist also genau genommen ein glokales Medium. Während des arabischen Frühlings wurde mitunter das Internet genutzt, um die Bürger für Protestbewegungen in die Strassen zu bringen und um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/09/epetition-bundestag.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-679" title="E-Petitionen Bundestag" src="http://edemokratie.ch/files/2011/09/epetition-bundestag-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Obwohl das Internet ein globales Medium ist, widerspiegelt seine Nutzung lokale Gesellschaftsstrukturen und politische Gepflogenheiten. Es ist also genau genommen ein glokales Medium. Während des arabischen Frühlings wurde mitunter das Internet genutzt, um die Bürger für Protestbewegungen in die Strassen zu bringen und um gegen die herrschenden Autokraten zu poltern. In Deutschland hingegen nutzen unzufriedene Bürger das Internet, um mit Online-Petitionen ihre Anliegen in den demokratischen Prozess einzuspeisen. Und in den USA wirbt zurzeit Barack Obama via Social Media für seine Job-Initiative.</strong></p>
<p>Wie das <a href="http://www.handelsblatt.com/technologie/it-tk/it-internet/die-neue-online-demokratie/4611744.html" target="_blank">«Handelsblatt»</a> unlängst berichtet hat, haben im parlamentarischen Deutschland bisher knapp 20‘000 Bürger die Möglichkeit genutzt, eine Online-Petition einzureichen. Dazu hat der Deutsche Bundestag eigens eine <a href="https://epetitionen.bundestag.de/" target="_blank">Website</a> eingerichtet. Der unzufriedene Bürger kann auf der Seite zwischen einer Einzelpetition und einer Öffentlichen Petition wählen. Letztere sind Gegenstand von Diskussionen im Forum auf der Website. Sie können auch von anderen Bürgern mitunterzeichnet werden. Bei 50‘000 Unterzeichnern darf der Initiator der Petition sein Anliegen vor dem Bundestag vortragen. Gemäss «Handelsblatt» war das bisher bei zehn Petitionen der Fall.</p>
<p>Ganz anders sieht es in den USA aus. Dort kämpf Präsident Obama aus seinem Popularitätstief für seine Job-Initiative und das damit verbundene Konjunkturpaket im Umfang von 447 Mia. USD. Auf seiner <a href="http://www.facebook.com/barackobama" target="_blank">Facebook-Seite</a>, die über beachtliche 23 Mio. Fans aufweist, schreibt Obama – bzw. lässt er in seinem Namen schreiben – : «Don&#8217;t let your members of Congress leave for the weekend before hearing from you about the American Jobs Act. Learn more about the bill and then give your legislators a call to tell them why you think they should pass it.» Im präsidentiellen Regierungssystem mobilisiert der demokratische Präsident mit dem Internet gegen eine republikanische Parlamentsmehrheit. Der Beitrag auf Facebook hat übrigens über 21‘000 Nutzern «gefallen».</p>
<p>Ein <a href="../e-demokratie-bericht/" target="_blank">Blick auf die Schweiz</a> zeigt, dass Anspruch und Wirklichkeit bezüglich unserer halbdirekten Online-Demokratie noch weit auseinanderliegen. Dies hat neben den föderalen Strukturen und dem mehr oder weniger gut funktionierendem Mediensystem (vgl. <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/parteien_unzufrieden_mit_der_qualitaet_der_medien_1.12599510.html" target="_blank">Parteien unzufrieden mit der Qualität der Medien</a> auf NZZ Online vom 21.9.2011) vermutlich viel mit den stark ausgebauten Volksrechten zu tun. Bei wichtigen Geschäften hat in der Regel das Volk das letzte Wort.</p>
<p>Tatsache ist allerdings, dass wir mitten in einem Wechsel vom Leitmedium Print hin zum Leitmedium Online sind. Und Tatsache ist auch, dass eine Generation mit einem veränderten Mediennutzungsverhalten heranwächst. Diese Trends werden auch bei uns über kurz oder lang die Bedeutung der digitalen Öffentlichkeit und des politischen Meinungsbildungsprozesses in den digitalen Medien aufwerten. Nur dauert es vermutlich etwas länger, bis demokratische Prozesse ihre adäquate Entsprechung im glokalen Internet finden.</p>
<h3>Weiterführend</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/nzz_internet_medien_online_1.12661813.html" target="_blank">Das Bedrohliche an Twitter und Co.</a> (NZZ online vom 26.9.2011)</li>
<li><a href="http://www.drs3.ch/www/de/drs3/sendungen/focus/2655.sh10194245.html" target="_blank">SR DRS: Otfried Jarren &#8211; Medienwissenschaftler</a> (DRS vom 26.9.2011)</li>
<li><a href="http://bernetblog.ch/2011/10/07/politik-im-netz-petition-2-0-im-weissen-haus/" target="_blank">Politik im Netz: Petition 2.0 im Weissen Haus</a> (Bernetblog vom 7.10.2011)</li>
</ul>
<h3>Bildquelle</h3>
<p><em><a href="https://epetitionen.bundestag.de/" target="_blank">www.epetitionen.bundestag.de</a></em>
<div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fedemokratie.ch%2Finternet-spiegel-der-politischen-kultur%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:75px"></iframe></div>
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		</item>
		<item>
		<title>Kommt der neue Terrorismus aus dem Internet?</title>
		<link>http://edemokratie.ch/terrorismus-internet/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Aug 2011 09:36:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Michael Schenkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik übers Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Breivik]]></category>
		<category><![CDATA[Dialog]]></category>
		<category><![CDATA[Diskurs]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Sixtus]]></category>
		<category><![CDATA[Sascha Lobo]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
		<category><![CDATA[Vilém Flusser]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/08/why-the-wall-now.gif"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-531" title="why-the-wall-now" src="http://edemokratie.ch/files/2011/08/why-the-wall-now-150x150.gif" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Attentat von Anders Behring Breivik auf die norwegische Gesellschaft entzieht sich all unseren Kategorien der Vernunft. Es fällt schwer, auf einer sachlichen Ebene darüber zu sprechen. Und es fällt schwer, das Attentat mit dem vorhandenen Gefühlshaushalt zu verdauen. Die Motive von Breivik sind nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/08/why-the-wall-now.gif"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-531" title="why-the-wall-now" src="http://edemokratie.ch/files/2011/08/why-the-wall-now-150x150.gif" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Attentat von Anders Behring Breivik auf die norwegische Gesellschaft entzieht sich all unseren Kategorien der Vernunft. Es fällt schwer, auf einer sachlichen Ebene darüber zu sprechen. Und es fällt schwer, das Attentat mit dem vorhandenen Gefühlshaushalt zu verdauen. Die Motive von Breivik sind nach wie vor unklar. Wie Eric Gujer in der «Neuen Zürcher Zeitung» richtig konstatiert hat, dürfen wir Breiviks Tat nicht als politisches Statement lesen. Fanatikern geht es nicht um Politik, sondern um die Erfahrung von Gewalt. Umso mehr stellt sich die Frage, was ein Mensch zu einer solch irrationalen Tat motivieren kann. Ins Zentrum der aktuellen Debatte rückt immer mehr das Internet.</strong></p>
<p>In einer <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/a-778089.html" target="_blank">Kolumne</a> auf «Spiegel Online» schreibt Sascha Lobo, Autor und Strategieberater in Sachen Internet, dass der Fall Breivik dem Web 2.0 eine «furchterregende Perspektive» hinzugefügt habe. Er spielt damit auf das 1&#8217;500 Seiten starke Manifest an, das Breivik u. a. auf Basis verschiedener Internetquellen verfasst haben soll. Im Internet, so Lobo weiter, kann sich jeder seine Netzrealität selbst konstruieren, ohne mit der Objektivität der realen Wirklichkeit konfrontiert zu werden. Fehlen soziale Kontakte im realen Leben, dann besteht tatsächlich die Gefahr, dass sich der Einzelne im Internet immer schneller in einem Hamsterrad von eigenen Fantasien und zugespühlten Informationen, welche die eigenen Vorurteile bestätigen, dreht. Er führt ein Diskurs in der Enge.</p>
<p>Der Internetaktivist Mario Sixtus erklärt in diesem Zusammenhang (vgl. Video unten), dass das Internet das Recht auf freie Meinungsäusserung und auf freies Publizieren von einem theoretischen zu einem praktischen Recht verwandelt habe. Das Internet hat die Publikations- und Deutungsmacht demokratisiert. Es bietet die Chance, ein Dialogmedium für ein breites Publikum zu sein. Nach Sixtus bezahlen wir dafür aber den Preis, dass wirre Menschen ihre wirres Gedankengut im Web verbreiten können.</p>
<p><span class="youtube">
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</span><p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=kkF-VTFdm8w">www.youtube.com/watch?v=kkF-VTFdm8w</a></p></p>
<p>Zwei Stimmen, zwei Sichten auf das Internet im Kontext des Attentats von Breivik. Lobo beschreibt das Internet mehr als Diskurskanal und Sixtus als Dialogkanal. Gemäss dem Kommunikations- und Medienphilosophen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vil%C3%A9m_Flusser" target="_blank">Vilém Flusser</a> dienen Diskurse dazu, Informationen bzw. Ideologien möglichst unverfälscht zu verbreiten. Diskursmedien werden dazu genützt, Strukturen mit einem autoritären Charakter aufzubauen und zu erhalten. Dialoge hingegen dienen dem Austausch von Informationen bzw. dem Perspektivenwechsel auf unterschiedliche Lebensformen. Dialogmedien werden dazu genützt, um sich mit der verändernden Umwelt auseinanderzusetzen. Sie bieten die Chance der Einbeziehung des Andern. Wie die jüngste Geschichte gezeigt hat, können Dialogmedien revolutionäre Strukturen unterstützen.</p>
<p>Nun ist es ja so, dass wir in einer freiheitlichen Gesellschaft weder mit autoritären Strukturen noch im Zustand der permanenten Revolution leben wollen. Wir brauchen also ein Gleichgewicht zwischen Diskurs und Dialog. Das Internet ist eine Kulturtechnik, die dies ermöglichen kann. Dazu müssen wir, jeder Einzelne und die Gesellschaft selbst, mitbestimmen, wie wir das Internet nutzen wollen. Es ist nicht das Internet, welches das Individuum und die Gesellschaft determiniert. In Anlehnung an Ludwig Wittgenstein könnte man sagen: Die Bedeutung des Internets liegt in seinem Gebrauch.</p>
<p>Roman Bucheli hat jüngst in der «Neuen Zürcher Zeitung» geschrieben: «Die Gesellschaft wird darum Wege finden müssen, das Geschehen im Web und in sozialen Netzwerken nicht nur zu observieren, sondern argumentierend dagegenzuhalten. Es wäre eine Aufgabe, die nicht dem Staatsschutz allein überlassen werden darf.»</p>
<h3>Weiterführend</h3>
<ul>
<li><a href="http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2011/08/15/abschaltreflexe-aus-der-analogen-aera.aspx" target="_blank">Abschaltreflexe aus der analogen Ära</a> FAZ.NET vom 15.8.2011</li>
<li><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/debatte-zur-anonymitaet-im-netz-wenn-habermas-auf-biggi-trifft-1.1130908" target="_blank">Debatte zur Anonymität im Netz: Wenn Habermas auf @biggi37 trifft</a> sueddeutsche.de vom 15.08.2011</li>
</ul>
<h3>Bildquelle</h3>
<p><a href="http://rogerwaters.com/why.php" target="_blank">http://rogerwaters.com</a></p>
<div class="fblike_button" style="margin: 10px 0;"><iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fedemokratie.ch%2Fterrorismus-internet%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:75px"></iframe></div>
<div name="googleone_share_1" style="position:relative;z-index:5;float: right; margin-left: 10px;"><g:plusone size="medium" count="1" href="http://edemokratie.ch/terrorismus-internet/">{lang: 'de'}</g:plusone></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Warum strauchelt Murdoch gerade jetzt?</title>
		<link>http://edemokratie.ch/robert-murdoch/</link>
		<comments>http://edemokratie.ch/robert-murdoch/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 18 Jul 2011 16:40:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Michael Schenkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik mit dem Netz]]></category>
		<category><![CDATA[neue Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Murdoch]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Isler]]></category>
		<category><![CDATA[traditionelle Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/07/medien.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-523" title="Wer? Was? Wo?" src="http://edemokratie.ch/files/2011/07/medien-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im deutschsprachigen Raum und insbesondere in der Schweiz läuft etwas schief in der öffentlichen Debatte über alte und neue Medien. Jüngstes Beispiel dafür ist der Meinungsbeitrag von Thomas Isler in der «NZZ am Sonntag» vom 17. Juli 2011. Unter dem Titel «Die alten Medien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/07/medien.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-523" title="Wer? Was? Wo?" src="http://edemokratie.ch/files/2011/07/medien-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im deutschsprachigen Raum und insbesondere in der Schweiz läuft etwas schief in der öffentlichen Debatte über alte und neue Medien. Jüngstes Beispiel dafür ist der Meinungsbeitrag von Thomas Isler in der «NZZ am Sonntag» vom 17. Juli 2011. Unter dem Titel «Die alten Medien sind zwar alt, aber noch lange nicht tot» (Artikel online leider nicht verfügbar) spielt er die alten gegen die neuen Medien aus. Er verkennt dabei, dass es gegenwärtig nicht um alte oder neue Medien, sondern um eine neue Dialogkultur in der Gesellschaft geht, die von den modernen Kommunikationstechnologien getragen wird.</strong></p>
<p>Die Tatsache, dass der Mediemogul Robert Murdoch nicht wegen Facebook, Twitter und YouTube, sondern wegen dem linksliberalen <a href="http://www.guardian.co.uk/" target="_blank">«Guardian»</a> ins Straucheln geraten ist, wertet Thomas Isler in seinem Meinungsbeitrag in der «NZZ am Sonntag» als Hinweis dafür, dass politische Macht noch immer auf der traditionellen Presse und dem Fernsehen gründet. Dieser Schluss, so wollen wir im Folgenden zeigen, ist in mehreren Hinsichten falsch.</p>
<h3>Äpfel und Birnen</h3>
<p>Mit Blick auf den Fall des Medienmoguls <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rupert_Murdoch" target="_blank">Robert Murdoch</a> hält Isler fest: «Aber anders als bei den Umbrüchen in Tunis oder Kairo haben bei der Revolte in London die neuen Medien kaum eine Rolle gespielt. Twitter, Facebook, Youtube – das alles war ohne Bedeutung.» Dieser Vergleich hinkt. Denn England ist eine Demokratie und kein autoritäres Regime. In den im Zitat erwähnten nordafrikanischen Staaten kämpften – und kämpfen noch – die unterdrückten Bürgerinnen und Bürger um Grundrechte wie Meinungs-, Versammlungs- und Pressefreiheit. Inzwischen sollte es sich herumgesprochen haben, dass das Internet und die Mobilkommunikation ihre revolutionäre Sprengkraft genau dann entfalten, wenn diese Grundrechte verletzt werden. Beispiele dafür gibt es genug. Nicht um sonst zensieren China, Iran und afrikanische Staaten das Internet oder schalten es vorübergehen ab. Im Falle Englands geht es nicht um eine bürgerliche Revolution, sondern um die Emanzipation der politischen Elite von einem einflussreichen Medienmogul. Es ist eine Revolution unter der Elite. Nach unserem Dafürhalten vergleicht Isler in seinem Beitrag Äpfel mit Birnen.</p>
<h3>Transparenz und Öffentlichkeit</h3>
<p>Weiter schriebt Isler: «Die Hauptrolle in den betroffenen Ländern [gemeint sind England, die USA und Australien; Anm. CMS] spielen auf allen Seiten Zeitungen und Fernsehsender.» Und er ergänzt: «Nicht einmal Julian Assange, der mit seiner Enthüllungsplattform Wikileaks im Internet sonst die Urheberschaft für fast jedes historische Ereignis der jüngeren Zeit beansprucht, meldet sich bisher in der Affäre Murdoch zu Wort.» Isler hat offensichtlich die gesellschaftliche Bedeutung von Wikileaks falsch verstanden. Assange geht es mit seiner Whistleblower-Plattform nicht darum, auf Teufel komm raus überall Transparenz zu schaffen. Er will vielmehr darauf hinweisen, dass es auch in gewachsenen Demokratien einen Machtzirkel aus Politik, Wirtschaft und Medien gibt, der meint, er könne tun, was er wolle. Wikileaks aber stellt Öffentlichkeit in einem aufklärerischen Sinne her, indem die Plattform geheime Informationen ans Tageslicht rückt und die Weltbevölkerung fragt: «Wollt ihr nach solchen Gepflogenheiten regiert werden?» Womit wir bei der Frage nach der Rolle der traditionellen Medien wären.</p>
<h3>Gewalt und Macht</h3>
<p>Schliesslich behauptet Isler mit Blick auf die Schweiz, dass politischer Einfluss nur haben kann, wer die traditionellen Medien an seiner Seite habe. Es fragt sich, was Isler genau unter politischem Einfluss versteht. Politisches Handeln bewegt sich immer im Spannungsfeld zwischen strategischem und kommunikativem Handlen. Im Klartext: zwischen der mehr oder weniger expliziten Androhung von Gewalt und der Macht verständigungsorientierter Übereinkünfte. Während diesbezüglich die traditionellen Medien oft Teil der Problems sind, haben die neuen Medien das Potenzial, Teil der Lösung zu sein. Dies war sich der mit Murdoch verbandelte Kreis aus Politik und Wirschaft sicherlich bewusst, als er den Medienmogul hat fallen lassen. Es gibt Alternativen! Es gibt heute andere Möglichkeiten, wie man mediale Öffentlichkeit herstellen und politischen Einfluss erzeugen kann! Und dies ist weniger eine Frage der alten bzw. neuen Medien, sondern eine Frage der Einstellung. In England jedenfalls wird der Ruf nach einer neuen Medienkultur lauter.</p>
<h3>Zufall und Notwendigkeit</h3>
<p>Der russische Ökonom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolai_Dmitrijewitsch_Kondratjew" target="_blank">Nikolai Kondratjew</a> behauptete, dass die Einführung einer neuen Basistechnologie – so wie sie das Internet durchaus ist –, nicht nur die Wirtschaft, sondern die gesamte Gesellschaft über Jahrzehnte hinweg verändert. Als Kommunikationsinstrument fördert das Internet dezentrale und demokratische Strukturen. Es kann helfen, autoritäre Systeme zu sprengen und elitäre Strukturen zu untergraben. Man kann mit Fug und Recht behaupten, es sei reiner Zufall, dass sich die nordafrikanischen Staaten ihrer Despoten entledigen und dass Murdoch ins straucheln geraten ist und dass die Tage von Silvio Berlusconi bald gezählt sind. Man kann aber auch die steile These aufstellen, dass in diesen Entwicklungen eine gewisse Notwendigkeit liegt. Also: Warum strauchelt Murdoch gerade jetzt?</p>
<h3>Bildquelle</h3>
<p><em><a href="http://de.fotolia.com/id/19879592" target="_blank">Andre B.</a> &#8211; Fotolia.com</em>
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		<title>Julian Assange und Slavoj Žižek im Gespräch mit Amy Goodman</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 15:12:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Michael Schenkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik mit dem Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Amy Goodman]]></category>
		<category><![CDATA[Democracy Now]]></category>
		<category><![CDATA[Julian Assange]]></category>
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		<title>«Ich bin die Social-Media-Strategie»</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 22:17:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Michael Schenkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik mit dem Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Bühler]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Wassmer]]></category>
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		<category><![CDATA[Greenpeace]]></category>
		<category><![CDATA[Kampaweb]]></category>
		<category><![CDATA[Roseli Ferreira]]></category>
		<category><![CDATA[Schweizerisches Sozialarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Bewegungen]]></category>
		<category><![CDATA[Swati Jangle]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/06/soziale-bewegungen-social-media.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-479" title="People contact network" src="http://edemokratie.ch/files/2011/06/soziale-bewegungen-social-media-300x189.jpg" alt="" width="240" height="151" /></a>«Ich bin die Social-Media-Strategie.» Mit dieser überraschenden Antwort begegnete Roseli Ferreira der Frage von Moderator Christian Wassmer, ob die <a href="http://www.evb.ch/" target="_blank">Erklärung von Bern</a> (EvB) denn eine Social-Media Strategie habe. Roseli Ferreira ist bei der EvB für die Onlinekommunikation zuständig. Wie sie den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/06/soziale-bewegungen-social-media.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-479" title="People contact network" src="http://edemokratie.ch/files/2011/06/soziale-bewegungen-social-media-300x189.jpg" alt="" width="240" height="151" /></a>«Ich bin die Social-Media-Strategie.» Mit dieser überraschenden Antwort begegnete Roseli Ferreira der Frage von Moderator Christian Wassmer, ob die <a href="http://www.evb.ch/" target="_blank">Erklärung von Bern</a> (EvB) denn eine Social-Media Strategie habe. Roseli Ferreira ist bei der EvB für die Onlinekommunikation zuständig. Wie sie den Besucherinnen und Besuchern an einer Podiumsdiskussion zum Thema <a href="http://www.sozialarchiv.ch/spezialseiten/aktuell/detailansicht/article/21-juni-2011-neue-medien-fuer-eine-neue-welt/" target="_blank">«Neue Medien für eine neue Welt? Online-Kommunikation und soziale Bewegungen»</a> allerdings versicherte, wolle die EvB eine Strategie erarbeiten, sobald man mehr Erfahrungen mit Social-Media gesammelt habe. Dieser Aussage widersprach Swati Jangle von <a href="http://www.greenpeace.org/switzerland/de/" target="_blank">Greenpeace</a>. Die Marketing Communications Managerin illustrierte an der vom <a href="http://www.sozialarchiv.ch/" target="_blank">Schweizerischen Sozialarchiv</a> organisierten Veranstaltung vom 21. Juni 2011 am Beispiel des Falls Nestlé (vgl. dazu <a href="http://bernetblog.ch/2010/04/13/nestle-greenpeace-und-facebook-lernen-aus-der-krise/" target="_blank">«Nestlé, Greenpeace und Facebook: Lernen aus der Krise»</a> auf dem bernetblog), dass es inzwischen Beispiele gibt, wie man sich auf Social-Media verhalten oder eben nicht verhalten sollte. Christian Bühler, Kommunikationsexperte des <a href="http://www.kampagnenforum.ch/" target="_blank">Kampagnenforums</a> bzw. des <a href="http://kampaweb.ch/" target="_blank">Kampawebs</a>, erklärte, dass die Voten der Vorrednerinnen typisch für die aktuelle Situation in der Onlinekommunikation seien. Der Einsatz von Social-Media in Organisationen sei bisher die Arbeit von Pionieren gewesen, die jetzt langsam strategisch und konzeptionell ausgerichtet werde.</p>
<h3>Kampf um Aufmerksamkeit</h3>
<p>Soziale Bewegungen leiden daran, dass für sie der Zugang zu den traditionellen Medien zunehmend schwieriger wird. Da helfen auch spektakuläre Offlineaktionen, wie sie gerade von Greenpeace bekannt sind, nicht viel. Mit dem Internet und vorab mit Social-Media tun sich für Soziale Bewegungen neue Möglichkeiten auf. Doch auch in der digitalen Öffentlichkeit ist es nicht leicht, die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zu ziehen. Deshalb fragte Moderator Christian Wassmer bei den Teilnehmenden nach guten Praxisbeispielen. Für Christian Bühler ist es einfacher, aus schlechten Beispielen zu lernen. So sind beispielsweise die populären iPhone-Wettbewerbe, die zur Gewinnung von Freunden auf Facebook durchgeführt werden, längst passé. Diesen «Freunden» gehe es primär ums Smartphone und nicht um die Inhalte, die man vermitteln wolle. Wettbewerbe bzw. Preise, so der Kommunikationsexperte, müssten inhaltlich mit den zu vermittelnden Botschaften übereinstimmen. Weiter betonte Bühler, dass er Schlagworte wie «Authentizität» und «Dialog», die im Zusammenhang mit Social-Media immer wieder fallen würden, nicht mehr hören könne. Social-Media müsse gelebt werden. Es zeigt sich also einmal mehr: Social-Media ist eine Haltung und Einstellung, die man in der (Online-)Kommunikation vertritt und für die man sich einsetzt.</p>
<h3>Menschen bewegen</h3>
<p>Die Mobilisierung von Sympathisanten ist gerade für Soziale Bewegungen sehr wichtig. Deshalb stellte Moderator Christian Wassmer abschliessend die Frage in den Raum, worin diesbezüglich das Potenzial vom Internet liege. Die Teilnehmenden an der Podiumsdiskussion konnten sich in dieser Frage auf fünf Aspekte einigen. Erstens birgt für sie das Internet ein grosses Potenzial, das bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist. Zweitens müssten Soziale Bewegungen vermehrt versuchen, komplexe Sachverhalte einfach, d. h. auch mediengerecht aufzubereiten (Videos, Podcasts, Infografiken usw.). Mit sogenannten Bibliotheken (Webseiten voller PDF-Dateien mit viel Hintergrundinformationen) könne man niemanden begeistern. Drittens müssten auch Soziale Bewegungen vermehrt die Daten der Nutzer ihrer Onlineplattformen sammeln und verknüpfen, um die Sympathisanten gezielt mit Informationen zu beliefern. Viertens habe sich gezeigt, dass man Sympathisanten mit konkreten Themen ansprechen müsse. Fünftens wies Christian Bühler darauf hin, dass man sich in der Onlinekommunikation zwar oft Gedanken darüber mache, wie die Menschen in der digitalen Öffentlichkeit zu bestimmten Handlungen zu motivieren sind. Es fehle aber an Strategien und Konzepten, wie diese Handlungsmotivation in die Offlinewelt übertragen werden könne. Wenn das nicht gelinge, dann bleibe man beim sogenannten Klicktivismus.</p>
<h3>Nachtrag I</h3>
<p>Dass auch Soziale Bewegungen nicht vor Kritik auf Social-Media gefeit sind, zeigt das aktuelle Beispiel vom WWF Deutschland (vgl. <a href="http://www.thomashutter.com/index.php/2011/06/facebook-shitstorm-bei-wwf-deutschland-krisenkommunikation-bis-18-00-uhr/" target="_blank">«Facebook: Shitstorm bei WWF Deutschland – Krisenkommunikation bis 18.00 Uhr»</a> auf dem Blog von Thomas Hutter). Deshalb: Eine Strategie und ein Notfallplan für die Krisenkommunikation sind unabdingbar für die Onlinekommunikation mit Social-Media. </p>
<h3>Nachtrag II</h3>
<p><span class="youtube">
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</span><p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=OCxIp99vaQk">www.youtube.com/watch?v=OCxIp99vaQk</a></p></p>
<h3>Weiterführend</h3>
<ul>
<li><a href="http://blog.helge-weinberg.de/2011/die-dunkle-seite-der-macht-bremst-greenpeace-aus/" target="_blank">Copyright? What Copyright? Die dunkle Seite der Macht bremst Greenpeace aus</a> Helge Weinbergs Blog vom 1.7.2011</li>
</ul>
<h3>Bildquelle</h3>
<p><em><a href="http://de.fotolia.com/id/19046814">Photosani</a> -- Fotolia.com</em>
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		<title>E-Demokratie: Anspruch und Wirklichkeit</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 14:43:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian Michael Schenkel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik mit dem Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Berich]]></category>
		<category><![CDATA[Bundeskanzlei]]></category>
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		<description><![CDATA[<p><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/06/e-demokratie.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-456" title="Wahl" src="http://edemokratie.ch/files/2011/06/e-demokratie-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Anfang Juni 2011 hat die Bundeskanzlei (BK) einen Bericht zum Thema <a href="http://www.bk.admin.ch/edemokratie" target="_blank">«E-Demokratie und E-Partizipation»</a> veröffentlicht. Der zuhanden des Bundesrats verfasste Bericht gibt einen umfassenden Überblick über die Ansprüche, welche die Administration und die Zivilgesellschaft an die Demokratie im Zeitalter des Internets stellen. Er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://edemokratie.ch/files/2011/06/e-demokratie.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-456" title="Wahl" src="http://edemokratie.ch/files/2011/06/e-demokratie-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Anfang Juni 2011 hat die Bundeskanzlei (BK) einen Bericht zum Thema <a href="http://www.bk.admin.ch/edemokratie" target="_blank">«E-Demokratie und E-Partizipation»</a> veröffentlicht. Der zuhanden des Bundesrats verfasste Bericht gibt einen umfassenden Überblick über die Ansprüche, welche die Administration und die Zivilgesellschaft an die Demokratie im Zeitalter des Internets stellen. Er zeigt mit Blick auf die realen Verhältnisse aber auch auf, dass ein fester Gestaltungswille für eine konsistente Netzpolitik in der Schweiz noch fehlt.</p>
<h3>Anspruch</h3>
<p>Die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger, sich am politischen Prozess aktiv zu beteiligen, beruht einerseits auf einem persönlichen Kosten-Nutzen-Kalkül und andererseits auf einem Zusammengehörigkeitsgefühl bezüglich der politischen Einheit. Das Internet bzw. das World Wide Web verspricht hinsichtlich beider Aspekte einen konkreten Nutzen. Das Web 1.0 oder das informationsgetriebene Web schafft mehr Transparenz. Vorausgesetzt, die rechtlichen Rahmenbedingungen sind vorhanden, kann es ein effizientes Mittel sein, um in der Politik aufzuzeigen, wer was mit welchen Mitteln zu wessen Nutzen tut. Und das Web 2.0 oder das partizipationsgetriebene Web fördert das Mitreden sowie das Mitbestimmen und damit die politische Selbstbestimmung und das politische Verantwortungsbewusstsein. Dies sind notwendige Voraussetzungen für die Entwicklung eines <a href="../gemeinsinn/" target="_blank">Gemeinsinns</a> und Gemeinschaftsgefühls.</p>
<p>Der Bericht der Bundeskanzlei unterstreicht denn auch die positiven Auswirkungen, die das Internet auf die politische Transparenz und die politische Sozialisation innerhalb der Zivilgesellschaft haben kann. Aus Sicht der Administration aber bringt eine Intensivierung der Kommunikation und eine offenere Partizipationskultur kurzfristig mehr Kosten. Auf mittlere und längere Sicht können diese durch einen steigenden Nutzen nachhaltig gedeckt werden. Die Bundeskanzlei sieht für die Administration insbesondere einen nachhaltigen Nutzen in der effizienteren Informationsbeschaffung, in der frühzeitigen Antizipation von Bedürfnissen und Widerständen, in der besseren Legitimation von Entscheiden, in der Erhöhung der Akzeptanz sowie in der Entlastung und im vorgezogenen Rechtsschutz, weil mit einer transparenten und partizipativen Kommunikation die Risiken vor Einsprachen minimiert werden können.</p>
<h3>Wirklichkeit</h3>
<p>Der Bericht dokumentiert den Stand der Dinge in Sache E-Demokratie nach folgenden Hauptschritten: Information, Partizipation und Entscheidung. Dabei zeigt sich, dass in den letzten Jahren sowohl auf zivilgesellschaftlicher als auch auf administrativer Ebene verschiedene Initiativen lanciert worden sind. Doch fehlt es an einem festen politischen Gestaltungswillen für eine konsistente <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Netzpolitik" target="_blank">Netzpolitik</a> (Politik des Netzes, Politik über das Netz, Politik mit dem Netz).</p>
<p>Mit Blick auf die Information kommt dieser Mangel im Bericht in folgendem Statement zum Ausdruck: «Dieser Nutzen [eines bedürfnisgerechten Informationsangebots; Anm. CMS] fällt indessen erst an, wenn die Webkommunikation des Bundes konzeptionell in die Gesamtkommunikation der Bundesverwaltung eingebunden ist. Dies ist heute noch nicht der Fall. Die Webverantwortlichen haben diese Problematik in der Internetstrategie Bund 2010 thematisiert. Die Umsetzung der Strategie wurde im August 2010 von der Konferenz der Generalsekretäre der Departemente mangels Ressourcen abgebrochen.» Bezüglich Partizipation hält die Bundeskanzlei fest: «Politische E-Partizipation mit diesem umfassenden Anspruch ist in der Schweiz noch nicht erkennbar». Tröstlicher stimmt die Tatsache, dass sich der Bundesrat im Jahr 2006 bezüglich politischer Entscheidungen für eine etappenweise Einführung des E-Votings ausgesprochen hat.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Dass das Internet Wirtschaft, Politik und Gesellschaft nachhaltig verändert hat und weiter verändern wird, ist heute unbestritten. Es fehlt der Schweiz aber an einem breit angelegten Dialog über eine konsistente Netzpolitik. Offensichtlich haben die traditionellen Parteien die Wichtigkeit dieses Themas noch nicht wirklich erkannt. Dies wird sich schlagartig ändern, wenn sich Politikvermittlung nicht mehr an passiven Zielgruppen, sondern an aktiven Dialoggruppen orientieren muss. Die Generation, die selbstverständlich mit neuen Medien umgeht und eine offene Dialogkultur gewohnt ist, steht bereits in den Startlöchern.</p>
<h3>Weiterführend</h3>
<ul>
<li><a href="http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&#038;msg-id=39761" target="_blank">Bundesrat bewilligt Vote électronique-Versuche bei Nationalratswahlen 2011</a> news.admin.ch vom 22.6.2011</li>
<li><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,768496,00.html" target="_blank">Bitte mehr Demokratie-Experimente</a> Sascha Lobo auf Spiegel Online vom 15.6.2011</li>
</ul>
<h3>Bildquelle</h3>
<p><em><a href="http://de.fotolia.com/id/12446708" target="_blank">Andre B.</a> &#8211; Fotolia.com</em>
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