Erster Workshop E-Partizipation Schweiz

E-Partizipation SchweizKnapp ein Duzend Teilnehmende aus Verwaltung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Kommunikation und Informatik haben sich Mitte Oktober in Bern zum ersten Workshop E-Partizipation Schweiz getroffen. Ziel des Treffens war es, die am Thema interessierten Personen in der Schweiz zu vernetzen und gemeinsam konkrete Projekte zu entwickeln. Nach einem anregenden, partizipativen Austausch haben die Teilnehmenden entschieden, an einem Manifest «E-Partizipation für die Schweiz» sowie an einem Konzept für einen «Werkzeugkasten E-Partizipation» weiterzuarbeiten.

Das Internet hat die Wirtschaft nachhaltig umgekrempelt. Und die Politik, namentlich die schweizerische Demokratie, bleibt sie vor diesen Umwälzungen verschont? Wohl kaum! Die Teilnehmenden des ersten Workshops E-Partizipation Schweiz sind sich einig, dass es an der Zeit ist, mit Blick auf die digitale Gesellschaft über die Evolution unserer halbdirekten Demokratie nachzudenken. Ja, Demokratie überhaupt neu zu denken. Die von den zwei Arbeitsgruppen im Workshop erarbeiteten Resultate haben gezeigt, dass die Vorstellungen darüber, was es für die Weiterentwicklung unserer Demokratie braucht, gar nicht so weit auseinanderliegen. Es wurde ebenfalls offensichtlich, dass es sich dabei nicht um ein rein technisches Projekt, sondern auch um ein politisches Programm handelt.

Transparenz als Voraussetzung

Wollen die Bürgerinnen und Bürger überhaupt mehr Partizipationsformen und -möglichkeiten? Dies ist keine rhetorische Frage! In Europa wurden bereits viele Projekte im Bereich E-Partizipation lanciert. Welche sind heute wirklich erfolgreich? E-Partizipation sollte ein Projekt mit Nachhaltigkeit sein. Dazu müssen sich aber Voraussetzungen und Rahmenbedingungen ändern. Offenheit und Transparenz beispielsweise können Partizipation fördern. In diesem Zusammenhang sehen die Teilnehmenden auch Anknüpfungspunkte zur Bewegung für Open Government Data in der Schweiz (opendata.ch).

Überbau und Unterbau

In einem losen Netzwerk erarbeiten die Teilnehmenden als nächsten Schritt einen Überbau und einen Unterbau für E-Partizipation in der Schweiz. Der Überbau besteht in einem knappen Manifest, das die Vision einer neu gedachten Demokratie in der digitalen Gesellschaft beschreiben soll. Für den Unterbau soll in einer Projektskizze ein Werkzeugkasten entwickelt werden, der vorab Gemeinden dazu befähigen soll, informelle Beteiligungsverfahren durchzuführen.

Interessiert an der Mitarbeit? Melde dich über info@edemokratie.ch. Danke.

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Eine Antwort auf Erster Workshop E-Partizipation Schweiz

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